CLEARPOR®-Schaum für Gussformen

Premium-Kunststoffschaum für außergewöhnliche Lost-Foam-Metallgussformen

 

CLEARPOR® ist ein spezieller expandierbarer Partikelschaum für den Evaporative Casting-Prozess (EPC), mit dem Modelle für die Herstellung von Metallgussteilen nach dem Lost-Foam-Verfahren (Gussverfahren mit „verlorenem Schaum“) angefertigt werden. Auf EPS-Standard-Formpressen werden CLEARPOR®-Gussformen hergestellt.

Aus CLEARPOR® können im Automobilbereich zum Beispiel Zylinderblöcke, Abgaskrümmer, Lagerdeckel, Differenzialgehäuse, Zylinderlaufbuchsen und andere Motorkomponenten hergestellt werden. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Kleinteile für die Be- und Entwässerung, Ventile und alle Arten von Metallkleinteilen aus Eisenmetallen.

Das Beste aus beiden Welten


CLEARPOR® bringt Vorteile sowohl für die „weiße“ Seite (Gussformproduktion) als auch für die „schwarze“ Seite (das eigentliche Gießen).

  • Weniger Kohlenstoff, weniger Kohlenstoffeinschlüsse
  • Genauso einfache Verarbeitung wie bei EPS
  • Bessere Maßhaltigkeit als bei EPS
  • Schnellere Wärmereaktion als PMMA
  • Einfachere Handhabung als PMMA
  • Erlaubt dünne Wandstärken, enge Toleranzen, komplexe Geometrien
  • Verbesserte Pyrolyse

Die extrem formstabilen Gussformen aus CLEARPOR® werden aus besonders kleinen Perlen von 0,4 bis 0,5 mm Durchmesser hergestellt. CLEARPOR®-Schaumstoffmodelle erfordern meist kaum Nachbearbeitung.

CLEARPOR® verfügt über hervorragende Pyrolyseeigenschaften. Bei der Verarbeitung entstehen deutlich weniger schwarze Rußpartikel.

Lost-Foam-Gießverfahren


Das Lost-Foam-Gießverfahren (Gießen mit „verlorenem Schaum“) ist ein kostengünstiges Verfahren zur Herstellung komplexer dünnwandiger Stahl- und Eisengussteile. Mit dem Lost-Foam-Verfahren lassen sich in der Regel Energieeinsparungen von 25 bis 30 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Sandgussverfahren realisieren.

Außerdem ist das Lost-Foam-Verfahren ein recht einfacher Prozess, der weniger Maschinen erfordert, weniger Abfall und Umweltverschmutzung zur Folge hat und einen höheren Produktionsdurchsatz ermöglicht. Mit dieser Technik lassen sich Teile anfertigen, die mit konventionellen Gießverfahren nicht herstellbar sind.

Dadurch können die Produktionskosten von komplexen Gussformen im Vergleich zu konventionellen Gießtechniken um 40 bis 45 Prozent verringert werden.

Verwendung von CLEARPOR® im Lost-Foam-Metallgussverfahren

 

  1. Die speziellen CLEARPOR® Partikelschaumperlen werden mit Dampf erhitzt und expandiert, bis die gewünschte Größe, Dichte und Materialeigenschaften erreicht sind.
  2. Die CLEARPOR®-Perlen werden in Dampfkammerwerkzeugen, wie sie auch bei der Produktion von EPS-Formteilen eingesetzt werden, zum gewünschten Gussformmodell verschmolzen. 
  3. Das CLEARPOR®-Modell wird in eine Emulsion aus Quarzsand und Mineralien eingebettet und für den späteren Guss mit einer dünnen Schicht überzogen.
  4. Dieses CLEARPOR®-Modell wird in den Sand der Gussform eingebettet. Beim Kontakt mit dem geschmolzenen Metall verdampft das CLEARPOR® und wird durch das Metall ersetzt. Das entstandene Gussteil ist sehr präzise. 
  5. Das fertige Metallgussteil hat eine besonders gleichmäßige Oberfläche, scharfe Kanten und einen exakten Radius. In manchen Fällen lassen sich bis zu 3 mm dünne Wandstärken realisieren.